Generelles zum Klima:
Das Klima setzt sich im wesentlichen aus der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit zusammen. Es wird oft von der relativen Luftfeuchtigkeit gesprochen. Um dies zu verstehen, muß man wissen, daß ein bestimmtes Volumen Luft nur eine bestimmte Menge an Wasser aufnehmen kann. Wird die Luft nun erwärmt, so erhöht sich die Fähigkeit derselben Luftmenge Wasser aufzunehmen. Das Resultat ist, daß die relative Luftfeuchtigkeit sinkt, obwohl immer noch dieselbe Menge an Wasser in der Luft gelöst ist.

Kondensation:
So kommt auch die Kondensationsbildung zustande: Warme Luft mit einer hohen relativen Luftfeuchte kühlt langsam ab- die Luftfeuchtigkeit steigt dabei an. Hat sie 100% erreicht, so beginnt das in der Luft gelöste Wasser zu kondensieren.
Da die Außenseite der Terrarien die kühlsten Stellen sind, kondensiert das Wasser in der Regel an den Scheiben, und da die Luft am Boden kühler ist als unter der Decke, beginnt die Kondensation meist in Bodennähe des Terrariums.

Nun also zu den Anforderungen, die das Jemenchamäleon an das Klima stellt:
Die optimale Luftfeuchte liegt zwischen 65% - 80% relative Luftfeuchte. Die Temperatur sollte für die Tiere in einem Bereich zwischen 24 - 29° C liegen. Es wäre optimal, wenn im Terrarium gleichzeitig diese Temperaturen herrschen, also verschiedene Temperaturzonen vorhanden sind , so daß das Tier sich die augenblicklich bevorzugte Temperaturzone aussuchen kann. Zudem muß im Terrarium ein Spot installiert sein, der dem Jemenchamäleon die Möglichkeit, bietet sich auf 32- 33° C aufzuwärmen, doch dazu mehr bei der Beleuchtung.

Freie Zimmerhaltung:
Es besteht auch noch die Möglichkeit, das Chamäleon in freier Zimmerhaltung zu pflegen.
Dabei ist jedoch zu beachten, daß man bei freier Haltung nicht den Anforderungen an Luftfeuchte und Temperatur gerecht werden kann. Zum Ausgleich ist es zwingend erforderlich, einen Spot, wie in Beleuchtung beschrieben, zu installieren und dafür zu sorgen, daß das Tier viel Flüssigkeit zu sich nehmen kann, da es in freier Zimmerhaltung schnell dehydriert.

Zu niedrige Luftfeuchte:
Hat man Probleme, die Luftfeuchtigkeit auf einem akzeptablen Niveau zu halten, so kann man entweder öfter Sprühen, was jedoch eine nicht befriedigende Lösung darstellt, oder man kann einen Wasservernebler in das Terrarium integrieren, welchen man mittels einer Zeitschaltuhr bequem steuern kann. Am effektivsten ist jedoch der Einbau eines kleinen Zimmerbrunnens oder eines kleinen Wasserfalls. Der Vorteil liegt auf der Hand:
Durch die permanente Wasserverdunstung liegt auch eine konstantere Luftfeuchte vor, und der Brunnen / Wasserfall dient gegebenenfallts, sollte das Chamäleon ihn annehmen, auch gleichzeitig als Tränke (Beachten Sie aber dann bitte, daß die Chamäleons nicht in das Wasser koten- keine Äste über dem Brunnen hängen-. Ebenso muß das Wasser dann regelmäßig erneuert werden, um einer zu starken Bakterienvermehrung entgegenzuwirken.).




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